Saab entwickelt neue modulare Plattform

Saab PhoeniX Concept, Heck mit traditionellem Saab Flugzeug Logo
Saab PhoeniX Concept, Heck mit traditionellem Saab Flugzeug Logo

Die Technik für den Saab 9-3 Nachfolger, der Ende 2012 erscheinen soll ist weitgehend fertig entwickelt. Lange rätselten wir auf welcher Plattform der neue Saab stehen soll.

Ursprünglich wollte Saab die bestehende Plattform übernehmen und entsprechend modifizieren. Diese Pläne, so scheint es wurden nun aufgegeben.

Wie autocar und andere Quellen berichten, arbeitet Saab an einer eigenen modularen Plattform, die den Bereich einer Wagenlänge von 4.20 Meter bis 5,50 Meter abdecken soll. Untere Mittelklasse bis Oberklasse.

Die Plattformentwicklung ist eines der teuersten Investments innerhalb der Automobilindustrie überhaupt. Dazu eines der riskantesten. In der Vergangenheit entwickelte Saab unter GM Regie zusammen mit Opel und der FIAT Gruppe eine Premiumplattform.

Obwohl die Plattform fertig entwickelt war, kam sie niemals bei Saab zum Einsatz. Warum ? Zu schwer, zu wenig Premium. Auf dieser Plattform rollen heute Alfo Romeo 159, Spider und Brera durch die Lande. Alle zu schwer, obwohl im Laufe der Modellpflege abgespeckt, zu wenig Alfa, zuviel Benzinverbrauch, Flop.
Die Konsequenz damals für Saab, der 9-5 Nachfolger verspätete sich weiter.

Die neue Plattform ähnelt dem was auch Audi einsetzt und soll von Scania inspiriert sein, wo für verschiedene LKW Typen eine Grundplattform zum Einsatz kommt.

Theoretisch könnte auf dieser Plattform auch ein Oberklasse Saab entstehen, momentan läuft die konkrete Planung nur für 9-3 Nachfolger und die Nachfolger von 9-5 und 9-4x, der dann erstmals in Schweden gebaut wird.

Die Konstruktion einer eigenen Plattform ist teuer und anspruchsvoll. Einerseits muss dem schwedischen Sicherheitsverständnis Rechnung getragen werden, auf der anderen Seite müssen künftige Fahrzeuggenerationen leichter und flexibel mit mehreren Antriebskonzepten sein. Gelingt die Plattform, ist Saab einen großen Schritt weiter. Denn gerade hier in Deutschland wird Saab von der einschlägigen Motorpresse immer noch, auf Grund der verwendeten Plattformen, in die Opel Ecke geschrieben.

Für einen kleinen Saab soll die Plattform nicht geeignet sein. Die müsste dann komplett neue entwickelt oder in einer Kooperation (BMW – Mini ?) zugekauft werden.

Die neuentwickelte 5-Lenker Hinterachse aus dem Phoenix Concept Car wird vom deutschen Zulieferer ZF gebaut werden. Dafür entsteht ein neues Werk in Schweden.

Es geht in die richtige Richtung. Griffin up, Saab !

Text: Svenskatom/Saabblog.net

Bild: Saab Automobile